Sonjas Essenerbrot-Rezept

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Rohköstliches Brot aus gekeimtem Getreide – das berühmte Essenerbrot

Seit ich mich Ende Oktober 2017 entschieden habe vegane Rohkost zu essen, habe ich viele meiner Süchte erfolgreich loslassen können. Unter anderem die Sucht nach normalem, gebackenem Brot. Das gelang mir vor allem, weil ich tolle Videos bei YouTube entdeckt habe (u.a. bei „Raw Future“ und „VeganCity“), die mir zwei verschiedene Ersatz-Varianten nahe gebracht haben, die ich seitdem fleissig zubereite und immer mehr verfeinere. Meine erste eigene Brot-Variante nenne ich „Knusperbrot“ und Du findest sie hier: http://www.sonja-ariel.com/rohkost-rezept-knusper-brot/. Es ist eine Mischung aus Kräcker und festem Knäckebrot – sehr lecker! 🙂

Dann habe ich auch noch das sogenannte „Essenerbrot“ entdeckt, die gehaltvollere Variante des Rohkost-Brotes.

Wikipedia erklärt das Essenerbrot so:
„Der Name geht auf die Essener zurück, eine Gruppe im antiken Judentum, deren Mitglieder angeblich Fladenbrote aus gekeimtem Getreide hergestellt und in der Sonne getrocknet haben. Um diese Behauptung zu stützen, wird auf das von Edmond Bordeaux Székely übersetzte „Evangelium des vollkommenen Lebens“ verwiesen. Die Existenz des hebräischen Urtextes ist allerdings nicht belegt. Dennoch wurde Anfang der 1980er Jahre damit begonnen, Brote aus gekeimtem Getreide als Essenerbrot anzubieten.“

Tatsächlich macht es Sinn, Getreide keimen zu lassen, denn dann wird der vorhandene Gluten ausgetauscht gegen sehr viele gut verdauliche Nährstoffe wie lebenswichtige Vitamine, Enzyme etc. Aus Getreide wird beim Keimen nämlich Gras.
Auch wenn heutzutage niemand mehr auf dem Rasen Gras pflücken und essen würde, so war es doch einstmals Bestandteil der Nahrung unserer sehr frühen Vorfahren, bevor sie die heutigen Edel-Getreidesorten daraus züchteten. Wird das Brot zudem auch nur getrocknet statt gebacken, bleiben diese meisten der Nährstoffe auch bioverfügbar für unseren Körper. Und das können wir alle in unser heutigen Zivilisation wirklich gut gebrauchen. Am besten nimmst Du alle Zutaten in Bio-Version.

Sonjas Essenerbrot-Rezept

Die Zutaten

200 g gekeimtes Getreide (ich mag Roggen und Buchweizen sehr gern – so lange keimen lassen, bis der Keim mind. so lang ist wie das Korn)

200 g Nüsse (Mandeln, Cashew oder Haselnüsse – je nach Geschmack)

100 g Möhren

1 geh. EL geschroteter Leinsamen

2 geh. EL geschroteter Chiasamen

2 geh. EL Kokosmehl > alternativ Haferflocken oder -mehl

Nach Geschmack, wenn es herzhaft sein soll:
1-2 EL Sojasauce oder Tamari
Pfeffer, Muskat, Kurkuma, Ingwer, Kräuter

Wenn es süß werden soll:
Statt 100 g von den Nüssen 3-4 Feigen (dann knuspert es auch himmlisch)
Zimt
2-4 Datteln
wahlweise auch Kakaopulver für die Schoko-Variante

Die Zubereitung

Alle Zutaten im Mixer durchmixen. Am besten erst die Möhren und dann die Keimlinge dazu. Vor allem, wenn Dein Mixer nicht so viel PS hat. In diesem Falle solltest Du lieber die anderen Zutaten in einer Schüssel dazu geben und von Hand verkneten.
Sollten die Zutaten im Mixer zu stark verkleben, kannst Du etwas Wasser hinzugeben. Doch nicht zu viel, weil Du ja das Brot dörren möchtest.
Dann muss der Teig eine Weile quellen.

Den Teig dann auf Backpapier oder der Dörrfolie Deines Dörrapparates in der von Dir gewünschten Form ausstreichen. Je dicker, desto länger trocknet es. Ich bevorzuge Knäckebrot-große Scheiben, doch es gibt auch Menschen, die kleine Leibe formen.

Im Dörrapparat sollte das Brot dann ca. 6-12 Stunden bei max. 42 Grad trocknen. Du solltest aber zwischendurch überprüfen, wie weit Dein Brot ist und es auch einmal herumdrehen.

Im Backofen kannst Du das Brot, wenn Du die Nährstoffe erhalten möchtest, bei möglichst geringer Hitze und leicht geöffneter Türe so lange trocknen lassen, bis es fest wird. Natürlich kannst Du es auch ganz normal backen, dann jedoch verliert es seinen Sinn.

Im Sommer kannst Du das Brot auch in der Sonne trocknen lassen und im Winter samt Backpapier auf der Heizung.

Viel Freude und Genuss!

Ich würde mich freuen, wenn Dich mein Rezept inspiriert hat. Über ein Feedback und Deine Erfahrungen mit meinem Essenerbrot würde ich mich sehr freuen!
Wenn Du Fragen an mich oder Wünsche hast, schreibe mir gerne einen Kommentar!

Oder besuche meine Facebookseite, auf der ich täglich über mein Leben und meine Erkenntnisse berichte: http://bit.ly/2bDTlKy.
Auf meinem YouTube-Kanal findest Du darüber hinaus viele nützliche Videos, um Dein Leben neu auszurichten und Freude daran zu haben: bit.ly/1qrRJ4O

Viel Spaß und herzliche Grüße aus Mallorca!

Deine Sonja Ariel

Sonjas Rohkost-Avocadosuppe

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Nährendes Gourmet-Süppchen

Diese feine Avocadosuppe ist schnell gemacht und vor allem im Herbst und Winter ein Hochgenuss. Im Sommer ist sie eine kühle, gesunde Erfrischung.

Wenn Du sie in Rohkost-Qualität zubereiten möchtest und es dennoch warm magst, lass sie einfach länger im Mixer pürieren.
Du kannst unten am Behälter fühlen, ob es zu warm wird! Bis max. 42 Grad bleiben alle wichtigen Enzyme und Nährstoffe erhalten. Darüber hinaus gehen sie verloren.

Zutaten (1-2 Portionen)

1 große Avocado
1 große Tomate
1 Knoblauchzehe(oder mehr)
1/4 rote Zwiebel (oder mehr)
1 EL Sojasauce
1 EL Apfelessig
etwas Pfeffer
ggfs. etwas Chili, wenn Du es scharf magst
1 Handvoll Nüsse (Cashew/Mandeln/Pinienkerne)
ca. 200-300 ml Wasser – je nachdem, wie flüssig Du es magst.

1-2 EL Bio-Sauerkraut (das billige Sauerkraut im Supermarkt enthält leider nicht mehr die wertvollen Fermentierungsinhalte, die unsere guten Darmbakterien so lieben!)
Tempeh nach Belieben*

Zubereitung & Serviervorschlag

Alle Zutaten in den Mixer und so lange mixen, bis Dir die Konsistenz behagt.
Abschmecken – fertig!

Ich serviere meine Avocadosuppe gern mit dem Sauerkraut in der Mitte angerichtet und ein paar frischen Kräutern garniert. Besonders gut passt für mich Thymian und/oder Koriander.
Wenn Du sie noch nahrhafter genießen möchtest und es Dir nicht so wichtig ist, dass die Suppe 100% Rohkost ist, kannst Du in einer Pfanne marinierten Tempeh anbraten, in kleine Stücke teilen und sie in die Suppe geben. Superlecker!

Besonders gut passt mein Rohkost-Knusperbrot zur Suppe: http://www.sonja-ariel.com/rohkost-rezept-knusper-brot/

Avocado-Dip

Du kannst aus der Suppe auch einen großartigen Dip machen, indem Du zum Rezept noch 1 EL geschrotete Leinsamen und/oder Chiasamen hinzugibst (das Schroten schließt die Nährstoffe besser auf) und alles eine Weile quellen lässt. Mir schmeckt auch zusätzlich 1 EL Kokosmehl sehr gut. Das macht den Dip etwas süßer und exotischer.

*Zum Tempeh:
Es besteht aus speziell fermentierten Sojabohnen. Zwar ist es keine Rohkost, aber durch das Fermentierungsverfahren ist es sehr gut verdaulich, wohlschmeckend und nahrhaft (mehr Informationen hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Tempeh). Menschen, die sonst kein Soja vertragen, aber die wichtigen Nährstoffe nutzen möchten (u.a. hochwertiges Protein), sollten Tempeh einmal ausprobieren. Bitte auf Bioqualität achten. 🙂

Ich wünsche Dir einen guten Appetit mit dieser Rohköstlichkeit!

Mehr Rezepte folgen und wenn Du Wünsche oder Anregungen hast, freue ich mich über einen Kommentar! Natürlich interessiert mich auch, wie Dir meine Suppe schmeckt… 🙂

Herzliche Grüße aus Mallorca!
Deine Sonja Ariel

Rezept „Knusper-Rohkostbrot“

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Nun also mein erstes Rohkostbrot-Rezept aus meiner mittlerweile über zweimonatigen veganen Rohkost-Küche. Auf Wunsch meiner lieben Facebook-Freund*innen. *lach*!
Wie ich in meinen vielen vorherigen Blog-Beiträgen bereits beschrieben habe, ist die Umstellung von vegetarisch-vegan auf vegan-roh gelungen. Ohne Zucker, Brot und andere verarbeitete Sachen, was mir enorm gut tut und mich auf allen Ebenen transformiert.

Auf Brot zu verzichten war mindestens genauso schwierig wie auf isolierten Zucker (siehe Beitrag: http://bit.ly/2lJlrWO). Deshalb habe ich intensiv auf diversen Rohkost-Youtube-Kanälen geforscht und getestet. Hier ist mein aktuelles Lieblings-Rohkostbrot, das sich prima als Kräcker oder Knäckebrot machen lässt.

Die entstehende Menge hängt davon ab, wie dick Du das Brot magst. Für mich ist die unten angegebene Menge eine Ration für ein paar Tage. Rohkost-Speisen halten nur lange, wenn man sie komplett durchtrocknet.

Sonjas Knusper-Brot

2 gehäufte EL Chiasamen + 2 gehäufte EL Leinsamen schroten
wenn Du Deinen Darm aufräumen möchtest, nimmst Du beide Samen zusätzlich auch in ganzer Form dazu (1-2 EL)!
1-2 EL Sesamsamen
1 EL Sonnenblumenkerne (für Fortgeschrittene: keimen lassen)
1 EL Kokosmehl

Alles in eine Schüssel, die doppelte Menge gutes Wasser hinzugeben, gut umrühren und quellen lassen.

Herzhafte Variante – Menge nach Geschmack:

2 EL Nährhefe und/oder Steinsalz
Pfeffer
Kurkumapulver
Ingwerpulver
frisch gepressten Knoblauch
frische, gehäckselte Kräuter
Alles unter die Quellwasser rühren.

Süße Schoko-Variante:

1 EL Rohkost-Kakaopulver
1/2 TL Vanillepulver
Prise Zimt
ggfs. gehackte Rosinen oder Gojibeeren und/oder Kakao-Nibs
Süße nach Wunsch – am besten Dattelmus oder Xylit/Erythritol

Die Masse nun portionsweise auf Backpapier oder die Folien des Dörrapparates ausstreichen in der Lieblingsform (rund, Brotscheiben-Form etc.).
Aus 5 mm Dicke werden beim Dörren 1 mm = dünnes Knäckebrot! Je dicker Du die Masse machst, desto länger braucht sie, um zu trocknen.

Wenn Du das Brot in Rohkost-Qualität machen möchtest, trocknest Du es bei max. 42 Grad im Dörrapparat mind. 6 Stunden. Da diese Apparate in der Qualität variieren, solltest Du nach 3-4 Stunden nachsehen und die Scheiben umdrehen. Dann kannst Du sie je nach Trocknungsgrad weitertrocknen.

Wenn Du das Brot im Backofen backen willst, kannst Du es ebenfalls trocknen, indem Du die kleinste Stufe einstellst und den Backofen einen Spalt offen lässt. Dies ist allerdings kostspieliger und nicht so effektiv wie im Dörrapparat.
Natürlich kannst Du das Brot auch ganz normal backen, dann prüfe bitte nach ca. 10 Minuten, wie trocken es bereits ist und pass auf, dass es nicht verbrennt.
Wichtig zu wissen: ab mehr als ca. 42 Grad werden die lebendigen Enzyme und Nährstoffe in Lebensmitteln zerstört. Dann ist das Rohkostbrot immer noch verdauungsfördernd und lecker, aber eben nicht mehr lebendig und damit so gesund wie in Rohkost-Qualität.

Purer, gesunder Genuss!

Diese Varianten habe ich mittlerweile schon oft gemacht. Sie geben mir ein sehr gutes Bauchgefühl, vor allem, weil Chia- und Leinsamen dem Darm so gut tun und ihn ordentlich durchputzen. Man kann sie also guten Gewissens genießen.
Ich liebe mein Brot in der herzhaften Variante mit selbstgemachtem Frischkäse (Rezept folgt noch), Senf und Gemüse.
Als süße Variante reicht etwas Kokosöl oder – wer es echt schokoladig liebt – mein rohköstlicher Schokoladen-Aufstrich (folgt auch noch).

Viel Freude beim Experimentieren und Genießen!

Ich würde mich freuen, wenn Dich mein Bericht inspiriert hat. Über ein Feedback und Deine Erfahrungen mit meinem Rezept würde ich mich sehr freuen!
Wenn Du Fragen an mich oder Wünsche hast, schreibe mir gerne einen Kommentar! Oder besuche meine Facebookseite, auf der ich täglich über mein Leben und meine Erkenntnisse berichte: http://bit.ly/2bDTlKy.
Auf meinem YouTube-Kanal findest Du darüber hinaus viele nützliche Videos, um Dein Leben neu auszurichten und Freude daran zu haben: bit.ly/1qrRJ4O

Viel Spaß und herzliche Grüße aus Mallorca!

Deine Sonja Ariel